Rommé-Glossar

Ablegestapel

Zu Beginn einer Runde wird eine Karte vom Talon als Basis des Ablegestapels aufgedeckt. Spieler können entweder vom Talon oder vom Ablagestapel eine Karte ziehen, um ihren Zug zu beginnen. Nach allen möglichen Aktionen wird der Zug durch das Abwerfen einer Handkarte auf den offenen Ablegestapel beendet.

Anlegen

Dies bedeutet, dass man mit eigenen Karten bereits ausgelegte Kartenkombinationen der Mitspieler ergänzt. Voraussetzung dafür ist, dass man am Zug ist und selbst bereits eine Erstkombination ausgelegt hat. Wenn bspw. in einem Satz aus drei Königen der vierte fehlt, so kann dieser ergänzt werden. Ebenso kann man in einer Herz-Reihe aus den Karten 7-8-9-10 die Herz-6 und/oder den Herz-Buben ergänzen.

Ass

Das Ass leitet sich ab vom französischen „as“, das ursprünglich wahrscheinlich eine französische Währungs- oder Gewichtseinheit zu Römischer Zeit bezeichnete. Es ist die erste Karte im Spiel und zunächst einen Punkt wert. Ihm folgen die Zahlkarten von 2 bis 10 und anschließend die Hofkarten (Bube, Dame, König). Zwischen König und Ass schließt sich der Kreis. Im Rommé zählt das Ass 11 Punkte, wenn es in einer Reihe auf den König folgt oder bei Spielende auf der Hand verbleibt.

Auslegen

Ziel ist es, die auf der Hand befindlichen Karten in Kombinationen (Figuren) auszulegen. Das geschieht in Gruppen von mindestens drei Karten. Für das Auslegen der Erstkombination gelten besondere Regeln.

Erstkombination

Beim Rommé geht es um das Kombinieren und das Auslegen der miteinander in Sätzen und Reihen kombinierten Karten. Die erste Kombination, die jeder Spieler innerhalb einer Runde auslegt, muss eine Mindestsumme von insgesamt 30 Punkten aufweisen. Die Punkte können auch durch das Melden mehrerer Kombinationen innerhalb des ersten Zuges erreicht werden.

Farbe

Die Karte des Französischen Blattes sind mit Symbolen versehen –Kreuz, Pik, Herz und Karo. Diese Symbole werden bei Kartenspielen Farben genannt. Im Spiel befinden sich von jeder Zahlenkarte vier Exemplare, die je mit einem der Symbole versehen sind. Die Symbole sind beim Rommé wichtig: Bei der Kombination von Reihen sind nur Karten des gleichen Symbols miteinander kombinierbar. Bei der Zusammenstellung von Sätzen – je nachdem, ob mit einfachen oder erweiterten Sätzen gespielt wird – ist das Vorkommen unterschiedlicher Symbole zu beachten.

Figur

Siehe Kombination.

Französisches Blatt

Rommé wird vornehmlich mit dem Französischen Blatt aus Ass, den Zahlenkarten (von 2 bis 10) und den Hofkarten gespielt. Zur weiteren Differenzierung sind den Karten Symbole zugeordnet – Kreuz, Pik, Herz und Karo. Jede Zahlen- und jede Hofkarte ist also vierfach – je mit einem der vier Symbole – vertreten; insgesamt 52 Karten. Zum Rommé-Spiel werden zwei französische Blätter gebraucht – also 104 Karten und 6 Joker. In bestimmten Regionen spielt man Rommé auch mit deutschen, Schweizer oder anderen, lokal gebräuchlichen Blättern. International aber ist das Französische Blatt üblich.

Gruppe

Siehe Satz.

Handrommé

Legt ein Spieler alle seine Karten im selben Zug aus, ohne an Meldungen anzulegen oder Joker zu tauschen, hat er ein Handrommé gespielt und gewinnt für diese Runde die doppelte Punktzahl.

Hofkarten

Die Hofkarten repräsentieren den adligen Hof: Buben (Prinzen), die Hofdamen und den König. Ihr Zahlenwert beträgt 10 Punkte. Man bezeichnet sie auch als Bildkarten.

Joker

Mit dem Joker lassen sich in Kombinationen fehlende Karten ersetzen. Dabei nimmt der Joker den Zahlenwert der ersetzten Karte an. Das ist wichtig für die Bestimmung des Punktwertes der Erstkombination! Joker können später gegen die Karte, die der Joker ersetzt, ausgetauscht werden. Das ist jedoch nur möglich, wenn man bereits eine Erstkombination ausgelegt hat, am Zug ist und mit dem ausgetauschten Joker umgehend eine eigene Kombination auslegt. Drei Joker zu kombinieren ist nicht erlaubt. Pech ist es, wenn man Joker auf der Hand hat, nachdem ein anderer Spieler das Spiel beendet hat. Denn ihr Punktwert beträgt 20, die dann auf dem Minuskonto zu Buche schlagen.

Klopfen

Mit dieser Sonderregel können auch Spieler, die nicht am Zug sind, die zuletzt abgeworfene Karte durch Klopfen erwerben. Man kann nicht für eine Karte klopfen, die man selbst abgelegt hat. Bei Erhalt der Karte muss als Kaufpreis eine weitere Karte vom Talon gezogen werden.

Kombination

Das Herz des Spiels sind Kombinationen aus mindestens drei Karten. Sie werden auch Figuren genannt. Man unterscheidet zwei Arten: Sätze (gleichrangige Karten) und Reihen (aufeinander folgende Karten).

Punktwert

Jede Karte besitzt einen Punktwert. Bei den Zahlenkarten entspricht dieser den darauf abgebildeten Zahlen von 2 bis 10. Die Hofkarten bringen es auf je zehn Punkte. Das Ass zählt einen Punkt, wenn darauf 2-3-usw. folgen, oder elf Punkte, wenn es auf einen König folgt oder man es bei Spielende auf der Hand hat. Der Joker schlägt auf der Hand alle anderen mit einem Wert von 20 Punkten. Beim Ausspielen nimmt er den Wert der ersetzten Karte an. Die Punkte spielen eine wichtige Rolle bei der Errechnung des Punktwertes für die Erstkombination und bei der Verlustrechnung nach Ende des Spiels. Der Sieger bekommt den Wert der Minuspunkte aller anderen Spieler als Pluspunkte gutgeschrieben.

Reihe

Dies bezeichnet eine Kombination aufeinanderfolgender Karten aus der Spielreihe vom Ass bis zum König, die sich zwischen beiden schließt. Reihen bestehen aus mindestens drei Karten mit identischem Symbol (Kreuz, Pik, Herz oder Karo), bspw. Kreuz-Bube, Kreuz-Dame, Kreuz-König oder Herz-3, Herz-4, Herz-5 etc.

Rommé

Name des Spiels. Wer all seine Karten in Kombinationen ausgelegt und eine letzte Karte verdeckt auf den Stapel geworfen hat, ruft: Rommé!

Satz

Dies bezeichnet eine weitere Kombinationsmöglichkeit von Karten. Ein Satz besteht aus mindestens drei gleichrangigen Zahlenkarten (2-10) oder Hofkarten (Bube, Dame, König) oder Assen. Bei einfachen Sätzen darf nur eine Karte jeder Farbe (Kreuz, Pik, Herz, Karo) enthalten sein, bei der Spielvariante mit erweiterten Sätzen können auch bspw. zwei Herz-Damen und eine Pik-Dame einen Satz bilden.

Sequenz

Siehe Reihe.

Talon

Nach dem Mischen und Austeilen der Karten zu Beginn des Spiels wird der Stapel der restlichen Karten verdeckt in der Mitte des Tisches abgelegt. Dies ist der Talon. Von ihm können die Spieler ziehen, wenn sie ihren Zug beginnen.

Zahlenkarten

Mit den Zahlenkarten sind die Karten mit einer Zahl von 2 bis 10 gemeint. Siehe im Gegensatz auch Hofkarten.

Zug

Ein Spieler ist am Zug, nachdem der vor ihm platzierte Mitspieler eine Karte abgeworfen hat. Man kann diese Karte nun aufnehmen, oder man nimmt eine Karte vom Stapel. Ermöglicht die aufgenommene oder abgehobene Karte eine Kombination, wird diese ausgelegt. Hat man seine Erstkombination bereits ausgelegt, ist es möglich, Karten anzulegen oder Joker in bereits ausliegenden Kombinationen auszutauschen. Der Zug wird mit dem Abwurf einer eigenen Karte abgeschlossen.