Romme-Glossar

Anlegen

Vorgang im Verlauf des Spiels, der bedeutet, dass man mit eigenen Karten bereits ausgelegte Kartenkombinationen der Mitspieler ergänzt. Voraussetzung dafür ist, dass man am Zug ist und selbst bereits eine Erstkombination ausgelegt hat. Wenn bspw. in einem Satz aus drei Königen der vierte fehlt, so kann dieser ergänzt werden. Ebenso kann man in einer Herz-Reihe aus den Karten 7-8-9-10 die Herz-6 und/oder den Herz-Buben ergänzen.

Ass

Das Ass leitet sich ab vom altfranzösischen/lateinischen as und bedeutet – „eine Einheit“. Es ist die erste Karte im Spiel, der die Zahlkarten von 2 bis 10 und anschließend die Hofkarten (Bube, Dame, König) folgen. Zwischen König und Ass schließt sich der Kreis. Im Rommé „zählt“ das Ass 11 Punkte. Bei der Errechnung der für die Erstkombination nötigen Punkte bringt das Ass einen Wert von 11 ein, wenn es einem König in der Reihe folgt, aber nur einen Punkt, wenn es die Ausgangskarte für die Reihe Ass-2-3-… ist.

Auslegen

Ziel ist es, die auf der Hand befindlichen Karten in Kombinationen (Figuren) auszulegen. Das geschieht in Gruppen von mindestens drei Karten. Für das Auslegen der Erstkombination gelten besondere Regeln.

Austauschen

Hiermit ist das Austauschen eines Jokers gemeint, der von anderen Mitspielern in ihren Kombinationen als Ersatz für fehlende Karten benutzt wurde. Das ist jedoch nur möglich, wenn man (1) bereits eine Erstkombination ausgelegt hat, (2) am Zug ist und (3) mit dem ausgetauschten Joker umgehend eine eigene Kombination auslegt.

Erstkombination

Beim Rommé geht es um das Kombinieren und das Auslegen der miteinander in Sätzen und Reihen kombinierten Karten. Die erste Kombination, die jeder Spieler innerhalb einer Runde auslegt, muss eine Mindestsumme von insgesamt 40 Punkten aufweisen.

Französisches Blatt

Rommé wird vornehmlich mit dem Französischen Blatt aus Ass, den Zahlenkarten (von 2 bis 10) und den Hofkarten gespielt. Zur weiteren Differenzierung sind den Karten Symbole zugeordnet – Kreuz, Pik, Herz und Karo. Jede Zahlen- und jede Hofkarte ist also vierfach – je mit einem der vier Symbole – vertreten; insgesamt 52 Karten. Zum Rommé-Spiel werden zwei französische Blätter gebraucht – also 104 Karten und 6 Joker. In bestimmten Regionen spielt man Rommé auch mit deutschen, Schweizer oder anderen, lokal gebräuchlichen Blättern. International aber ist das Französische Blatt üblich.

Joker

Mit dem Joker lassen sich in Kombinationen fehlende Karten ersetzen. Dabei nimmt der Joker – wichtig für die Bestimmung des Punktwertes der Erstkombination! – den Zahlenwert der ersetzten Karte an. Joker können gegen die Karte, die der Joker ersetzt, ausgetauscht werden, müssen dann aber sofort in einer Kombination wieder ausgelegt werden. Drei Joker zu kombinieren ist nicht erlaubt. Pech ist es, wenn man Joker auf der Hand hat, nachdem ein anderer Spieler mit seinen Kombinationen das Spiel beendet hat, denn ihr Punktwert beträgt 20, die dann auf dem Minuskonto zu Buche schlagen.

Hofkarten

Die Hofkarten repräsentieren den adligen Hof: Buben (Prinzen), die Hofdamen und den König. Ihr Zahlenwert beträgt 10 Punkte. Man bezeichnet sie auch als Bildkarten.

Klopfen

Über die Möglichkeit dieses Spielzuges verständigt man sich vor Beginn. Wird eine Karte abgeworfen, dürfen auch Spieler, die nicht am Zug sind, diese erwerben (kaufen), indem sie – im realen Raum – auf den Tisch klopfen. In diesem Fall erhalten sie die Karte und müssen als Kaufpreis eine weitere Karte vom Stapel der verdeckten Karten aufnehmen.

Kombination

Das Herz des Spiels sind Kombinationen aus mindestens drei Karten. Man unterscheidet zwei Arten: Sätze (gleichrangige Karten) und Reihen (aufeinander folgende Karten).

Punktwert

Jede Karte besitzt einen Punktwert. Bei den Zahlenkarten entspricht dieser den darauf abgebildeten Zahlen von 2 bis 10. Die Hofkarten bringen es auf je 10 Punkte, das Ass auf 1 bzw. 11 Punkte (je nach Spielsituation) und der Joker schlägt alle anderen mit einem Wert von 20 Punkten. Die Punkte spielen eine wichtige Rolle bei der Errechnung des Punktwertes für die Erstkombination und bei der Verlustrechnung nach Ende des Spiels.

Reihe

Kombination aufeinanderfolgender Karten aus der Spielreihe vom Ass bis zum König, die sich zwischen beiden schließt. Reihen bestehen aus mindestens drei Karten mit identischem Symbol (Kreuz, Pik, Herz oder Karo), bspw. Kreuz-Bube, Kreuz-Dame, Kreuz-König oder Herz-3, Herz-4, Herz-5 etc.

Revers

Rückseite einer Karte des Französischen Blattes. Sie besteht aus einem mehr oder minder filigranen Muster einer Farbe. Da zum Rommé zwei Spiele gebraucht werden, ist es üblich, dass die Rückseiten der beiden Stöße verschiedenfarbig gehalten sind, zumeist blau oder rot. Das gilt insbesondere für die Karten in den Boxen, die im Handel für Rommé, Canasta und Bridge verkauft werden. Für das Spiel als solches haben die verschiedenen Farben keine Bedeutung.

Rommé

Name des Spiels. Wer all seine Karten in Kombinationen ausgelegt und eine letzte Karte verdeckt auf den Stapel geworfen hat – ruft: Rommé!

Satz

Neben der Reihe Bezeichnung für eine zweite Kombinationsmöglichkeit von Karten. Ein Satz besteht aus mindestens drei gleichrangigen Zahlenkarten (2-10) oder Hofkarten (Bube, Dame, König) oder Assen. Bei einfachen Sätzen darf nur eine Karte jeder Farbe (Kreuz, Pik, Herz, Karo) enthalten sein, bei der Spielvariante mit erweiterten Sätzen können auch bspw. zwei Herz-Damen und eine Pik-Dame einen Satz bilden.

Stapel

Nach dem Mischen und Austeilen der Karten zu Beginn des Spiels wird der Stapel der restlichen Karten mit der Rückseite (Revers) nach oben in der Mitte des Tisches abgelegt. Von ihm bedienen sich die Spieler, wenn sie ihren Zug beginnen.

Symbol bzw. Farbe

Die Karte des Französischen Blattes sind mit Symbolen versehen – das schwarze Kreuz und Pik sowie das rote Herz und Karo. Im Spiel befinden sich von jeder Zahlenkarte vier Exemplare, die je mit einem der vier Symbole versehen sind. Die Symbole sind beim Rommé (1) wichtig bei der Kombination von Reihen, da in ihnen nur Karten des gleichen Symbols miteinander kombinierbar sind und (2) wichtig bei der Zusammenstellung von Sätzen – je nachdem, ob mit einfachen oder erweiterten Sätzen gespielt wird.

Zahlenkarten

Mit den Zahlenkarten sind die Karten im Französischen Spiel gemeint, die mit einer Zahl von 2 bis 10 versehen sind. Siehe auch Hofkarten.

Zug

Ein Spieler ist am Zug, nachdem der vor ihm platzierte Mitspieler eine Karte abgeworfen hat. Man kann diese Karte nun aufnehmen, wenn sie in eine mögliche Kombination passt, oder man nimmt eine Karte vom Stapel. Ermöglicht die aufgenommene oder abgehobene Karte eine Kombination, wird diese ausgelegt. Hat man seine Erstkombination bereits ausgelegt, ist es möglich, Karten anzulegen oder Joker in bereits ausliegenden Kombinationen auszutauschen. Der Zug wird mit dem Abwurf einer eigenen Karte abgeschlossen. Hat man nur noch drei Karten auf der Hand, kann man diese nicht als Kombination auslegen, da keine Karte bleibt, die man abwerfen könnte. Sie müssen also an bereits ausgelegte Kombinationen angelegt werden.